Yoga & Surfen – Interview mit Anna Kathalina Langer

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Yoga wird im Sport als ausgleichendes oder ergänzendes Element immer beliebter. Heute erfährst du wie sich Yoga und Surfen (bzw. Skaten, Snowboarden etc.) ergänzen und bereichern.

Yoga und Surfen: Anna Kathalina Langer

Um die Kombination aus Yoga und Surfen genauer zu betrachten, habe ich mir eine Spezialistin ins Boot geholt. Anna Kathalina Langer ist passionierte Snowboarderin. Mit 12 Jahren stand sie das erste Mal auf einem Brett und war sofort fasziniert. Seitdem weitet Anna ihre Leidenschaft von Brett zu Brett aus. Erst kam das Surfen dazu dann das Skaten.

Außerdem ist Anna Yogalehrerin und unterrichtet Vinyasa Flow und SUP Yoga. Was sie daran liebt und warum sie genauso gern auf dem Brett steht verrät sie im Interview.

Surf & Skate Festival – Yoga für Surfer

Im Rahmen des Surf & Skate Festival 2016 in München unterrichtet Anna Yoga-Sessions auf Spendenbasis (sie sind ohne Festivalticket besuchbar). Hier kannst du dich optimal auf deinen nächsten Surf-Urlaub vorbereiten oder auch einfach nur eine Menge Spaß haben!

Das Surf & Skate Festival findet vom 14. bis 17. Juli statt. Die Outdoor-Yoga-Kurse von Anna finden am
Samstag, den 16. Juli 13.00 bis 14.00 Uhr & 17.00 bis 18.00 Uhr &
Sonntag, den 17. Juli 13.00 bis 14.00 Uhr & 15.00 bis 17.00 Uhr statt. 
Der Treffpunkt ist die Terrasse des Muffatcafés.
Anmeldung per E-Mail an annakathalina@gmail.com, mit eigener Matte kannst du auch spontan teilnehmen!

Interview mit Anna Kathalina Langer

Bérénice (MY YG): Anna, was verbindest du mit Surfen?

Anna: Ganz viel Wasser – unter mir, neben mir, und oft auch verschluckt in mir ;). Und das Verschmelzen mit den Elementen. Auf dem Meer und in der Welle kannst du gar nicht anders, als dich einzufügen.

Bérénice (MY YG): Und was verbindest du mit Yoga?

Anna: Yoga bedeutet für mich die Verbindung von Körper und Geist, Seele und Verstand, Atem und Bewegung und das Eins-Werden mit dem Moment.

Bérénice (MY YG): Was können Surfer/Skater vom Yoga lernen?

Anna: Yoga ist ein tolles Mittel um Körper und Geist gleichermaßen zu trainieren und zu zähmen. Du kannst dein Gefühl für Balance stärken und Kraft und Flexibilität aufbauen, während der Kopf lernt, sich auf den Moment zu konzentrieren, störende Gedanken aus dem denkenden Verstand zu ignorieren und auf später zu verschieben.

Atemübungen können helfen, die Atmung allgemein zu verbessern und das Lungenvolumen zu vergrößern, was nicht nur beim Duck Dive (unter der Welle durchtauchen, Anm. d. Red.), sondern auch bei Stürzen sehr von Vorteil ist.

Bérénice (MY YG): Was können Yogis beim Surfen/Skaten lernen?

Anna: Beim Skaten musst du ganz im Moment sein – wenn du zu viel nachdenkst, blockiert dich dein Kopf. Sich davon zu befreien ist zwar auch das Ziel im Yoga – der Weg dorthin ist aber ein ganz anderer. Das kann für Yogis eine hilfreiche Abwechslung sein.

Der Ansatz ist im Skaten und Surfen ist eher spielerisch, was frischen Wind in die yogische Asana-Praxis bringen kann, die oft von Disziplin geprägt ist. Darin liegt auch der Fokus meiner Stunden: wieder etwas mehr Spielen auf der Matte.

Bérénice (MY YG): Und was haben Yoga und Surfen gemeinsam?

Anna: Gemeinsam haben Yoga und Surfen die Konzentration auf das Jetzt, das Aufgehen im Moment, der genau jetzt passiert. Wenn ich bei einem Ollie (Sprung aus dem Stand, Anm. d. Red.) auf dem Skateboard, beim Take Off in der Welle oder auf einem Bein balancierend, an die Arbeit, meine Steuererklärung oder meine kranke Oma denke, werde ich umkippen, vom Brett fallen oder kopfüber in die Welle purzeln. Genauso wie ich in der Arbeit Schwierigkeiten bekomme, wenn ich in Gedanken beim Surfen oder Skaten bin… Die Fähigkeit, uns auf das zu konzentrieren, was wir gerade tun, bereichert unser ganzes Leben.

Bérénice (MY YG): Was macht eine Yogasequenz aus, die für Brett-Sportarten konzipiert ist?

Anna: Sie ist genau darauf abgestimmt, den Körper für die jeweilige Sportart vorzubereiten. Die Bereiche zu stärken, in denen Kraft gebraucht wird, und diejenigen zu mobilisieren, in denen Flexibilität gebraucht wird. Beim Brettsport bedeutet das viele stehende und Balance-Positionen für die Beine, aber auch „Core Work“ für die Rumpfmuskulatur, die den Körper auf der Welle, im Schnee oder auf dem Skateboard stabil hält. Die Hüften werden „geöffnet“ und gedehnt, um den Bewegungsspielraum zu vergrößern – so kannst du besser tweaken (Trick, der besonders verzogen wird, der Skater sollte lange in der Luft bleiben, Anm. d. Red.) und dich besser auf dem Brett halten, weil du vielseitig „ausweichen“ und dein Gleichgewicht wiederfinden kannst.

Bérénice (MY YG): Du gibst im Rahmen des Surf & Skate Festivals Yogaklassen auf Spendenbasis. Sollte man dafür recht sportlich sein oder können auch Anfänger gut mitmachen?

Anna: Bei den Stunden im Rahmen des Festivals kann jeder mitmachen! Sie sind darauf ausgerichtet, den Körper auf’s Surfen vorzubereiten – daher kann es schon ein bisschen anstrengend und vielleicht schweißtreibend werden, allerdings werden alle Übungen so aufgebaut und angeleitet, dass auch Anfänger gut zurecht kommen. Wer sich nur entspannen möchte, kommt am besten erst gegen Ende der Session dazu… ;).

Bérénice (MY YG): Was sind die wichtigsten Dinge die du deinen Yogaschülern weitergeben möchtest?

Anna: 
Ich möchte meinen Schülern vor allem die Liebe zum Yoga bzw. die Freude an der Bewegung mit ihrem eigenen Körper vermitteln. Wir geben heutzutage oft so wenig auf ihn Acht, unser Körper muss immer sehr viel funktionieren und Leistung bringen – dabei ist er so intelligent, wenn wir ihm nur zuhören!

Danke für dieses wunderbare Gespräch!

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Alles über Anna: www.annakathalina.com
Alles über das Surf-Skate-Festival: www.surf-skate-festival.com

Die Foto-Credits gehen an © Mona Shatry.

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